Wer die Welt erwärmen will, muss ein großes Feuer in sich tragen.
Phil Bosmans

Qualifizierte Reisemedizin /
WHO-Gelbfieberimpfstelle

Sie wollen gerne verreisen, Abenteuer erleben, sich ausprobieren?

Frau Dr. Gunver Werringloer bietet Ihnen kompetente Beratung und Vorsorgeimpfungen für Ihre Auslandsreisen an und führt gerne eine Tauchtauglichkeitsprüfung durch, damit Sie in Ihrem Urlaub so sicher wie möglich sind.

Auch wenn Sie sich nach einer Auslandsreise krank fühlen, können Sie sich gerne in der Praxis beraten lassen.

Eine qualifizierte reisemedizinische Beratung ist wichtig, um Erkrankungen, die potenziell tödlich oder vermeidbar gewesen wären, zu verhindern bzw. ihnen zumindest soweit medizinisch möglich vorzubeugen. Dies kann anschaulich am Beispiel der Malariaerkrankungen in Deutschland beschrieben werden.

Malaria ist in Deutschland eine der häufigsten vermeidbaren Reiseinfektionen. Im Jahr 2012 erkrankten nach einer Reise 547 Menschen an Malaria. Unter ihnen waren 4 Sterbefälle. Erwachsene im Alter von 20 bis 29 Jahren wiesen die höchsten Fallzahlen auf und Männer waren bis zu vier mal häufiger betroffen als Frauen. Dies ist vermutlich auf ein unterschiedliches Reise- oder Vorsorgeverhalten zurückzuführen. 80 Prozent der Malariaerkrankten hatten keine oder eine unsachgemäße Malariaprophylaxe durchgeführt. Jede zweite Infektion betraf deutsche Bürger: 65 Prozent Touristen, 7 Prozent Geschäftsreisende, 28 Prozent Sonstige (beispielsweise Personal von Hilfsorganisationen oder Militärangehörige). Die oben genannten Daten sind dem „Epidemiologischen Bulletin des Robert-Koch-Instituts“ vom 28.10.2013 entnommen.

Wer für ein Wochenende an die Nord- oder Ostsee fährt, benötigt keine reisemedizinische Beratung. Planen Sie jedoch eine Reise in tropische oder einfach nur ungewohnte Klimazonen, sollten Sie vor der Reise eine qualifizierte reisemedizinische Beratung in Anspruch nehmen.

Frau Dr. med. Gunver Werringloer als ausgebildete Reisemedizinerin (DTG, Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin), die als internationale humanitäre Einsatzkraft selbst häufig in tropischen Ländern arbeitet und reist, kann Sie umfassend zu Ihrem Reiseziel beraten.
Aufgrund der nachgewiesenen Kenntnisse und Qualifikationen hat das Ministerium für Gesundheit des Landes Baden-Württemberg ihr das Führen einer staatlich anerkannten WHO-Gelbfieberimpfstelle genehmigt.

Inhalt einer Beratung sind:

  • Reiseziel: empfohlene Impfungen oder vorgeschriebene Impfungen, Beratungen Gesundheitsrisiken vor Ort, hygienische Bedingungen, Beratung von chronisch kranken Reisenden, Reiseapotheke
  • Reisezeit: Klima, Zeitzonen
  • Reisedauer: Vorrat an Medikamenten (beispielsweise Malariaprophylaxe, Pille, Blutdruckmedikation etc.), Impfempfehlungen für längere Aufenthalte (beispielsweise Japanische Enzephalitis, Tollwut)
  • Reiseroute: besondere Impfvorschriften beim Überqueren von Landesgrenzen (beispielsweise Gelbfieberimpfung), Durchqueren von Endemiegebieten, länderspezifische Informationen
  • Reiseart: Rucksackreise auf eigene Faust oder organisierte Reisegruppe? Transportmittel (Bus, Boot, Auto, zu Fuß)? Besteht eine höhere Ansteckungsgefahr?
  • Besondere Aktivitäten: Erholungsurlaub oder Abenteuerreise? Tauchen, Bergsteigen (ggf. Gefahr der Höhenkrankheit)?
  • Wichtige Anlaufstellen: beispielsweise Botschaften, Krankenhäuser

Zum Abschluss Ihrer Beratung erhalten Sie eine von Dr. med. Gunver Werringloer individuell zusammengestellte Mappe mit allen wichtigen Informationen zu Ihrer Reise.

Weitere hilfreiche Informationen zum Reiseland erhalten Sie beim Robert-Koch-Institut  und beim Auswärtigen Amt.

Erstattungsfähigkeit

 Die reisemedizinische Beratung ist eine individuelle Gesundheitsleistung und muss von Patienten selbst bezahlt werden. Die meisten Krankenkassen erstatten jedoch einen Großteil der entstandenen Kosten. Lassen Sie sich von Ihrer Krankenkasse beraten. Eine Übersicht, ob Ihre Krankenkasse die Kosten ganz, oder nur teilweise erstattet, finden Sie hier.



Tauchtauglichkeitsmedizin (GTÜM e. V.)

Der Tauchsport zählt zu den schönsten und faszinierendsten Sportarten der Welt. Aufgrund seiner anspruchsvollen technischen und medizinischen Aspekte bedarf es einer fundierten Ausbildung.

Die Tauchmedizin beschäftigt sich mit den Auswirkungen von erhöhtem Umgebungsdruck auf den menschlichen Körper.

Ihre Ärztin Dr. med. Gunver Werringloer ist selbst seit Jahren Geräte- und Apnoetaucherin. Um ihren Patienten die bestmögliche Beratung anzubieten, absolvierte sie die Ausbildung zur Tauchtauglichkeitsmedizinerin bei der GTÜM (Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin) und besucht regelmäßig Fortbildungen, die den aktuellen Stand der Wissenschaft weitergeben.

Die Untersuchung auf Tauchtauglichkeit erfolgt nach dem GTÜM Standard und beinhaltet, nach Altersgruppen, folgende Leistungen:

8 – 39 Jahre:

  1. Erhebung der Krankengeschichte
  2. Klinische Untersuchung
  3. Kontrolle der Gehörgänge und des Trommelfells
  4. Erhebung der Vitalparameter (pO2, Blutdruck, Herzfrequenz)
  5. EKG
  6. Lungenfunktionstest
  7. Mappe zum Mitnehmen: Druckkammern, Behandlung Tauchunfall u. v. m.

40 – XX Jahre:

  1. alle oben genannten Leistungen für 18-39 Jährige
  2. Belastungs-EKG (Dieses wird beispielsweise in enger Kooperation mit unserer
    Partnerpraxis Dr. Tibor Hösi
    Facharzt für Innere Medizin
    Auf dem Graben 14
    71083 Herrenberg
    Tel. 07032 5315
    durchgeführt und sollte entweder zur Untersuchung mitgebracht oder nachgereicht werden.)

Die Untersuchungshäufigkeit hängt vom Lebensalter ab. Die GTÜM empfiehlt:

  • bis zum 18. Lebensjahr mindestens jährlich (Empfehlungen Kindertauchen)
  • zwischen dem 18. und 39. Lebensjahr alle 2 Jahre (in Ausnahmefällen max. 3 Jahre)
  • ab dem 40. Lebensjahr jährlich

Nach Feststellung der Tauchtauglichkeit erhält der Taucher / die Taucherin ein international gültiges Zertifikat der GTÜM über die Tauchtauglichkeit mit Angaben zur Person, zur Dauer und ggf. zu Einschränkungen der Tauchtauglichkeit.

Downloads Tauchmedizin:

SUHMS: Schweizerische Gesellschaft für Unterwasser- und Hyperbarmedizin

GTÜM: Gesellschaft für Tauch und Überdruckmedizin